Hamburg ist Innovationshub - das hat der IDL 2017 gezeigt.

 

3 Fragen an Dr. Achim Leder, Geschäftsführer Jetlite

Was hat der IDL Ihnen gebracht?
Neben der für uns wichtigen Bestätigung, dass jetlite von relevanten Repräsentanten der Branche (siehe Besetzung der Jury) als Innovation betrachtet wird, hat der IDL für uns in der ganzen Branche eine entsprechende Aufmerksamkeit gebracht. Zudem betrachten wir den IDL als Gütesiegel, welches für uns im Rahmen der Kundenakquise eine wichtige Rolle spielen wird.

Inwieweit ist die ILA Innovationsspiegel der Branche?
Die ILA ist für uns nach wie vor eine Plattform, auf der Neuigkeiten der Branche präsentiert werden. Die aktuelle Neuausrichtung betrachten wir dabei als notwendigen Weg in die Zukunft, um die ILA neben den beiden großen Veranstaltungen in Paris und London Gewicht zu verleihen. Wir werden nach Möglichkeit wieder wie vor zwei Jahren mit einer eigenen Konferenz zum Thema „Kabinenkomfort der Zukunft“ dabei sein.
 
Ist Hamburg für die Luftfahrt in Deutschland der Innovationshub?
Definitiv. Den Unternehmenssitz haben wir bewusst in Hamburg angesiedelt. Airbus, Lufthansa Technik und wichtige Zulieferer wie Diehl sitzen als wichtigste Ansprechpartner direkt um die Ecke. Mit dem Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL-TechCenter) verfügt Hamburg zudem über das modernste und unseres Erachtens innovativste Luftfahrtforschungszentrum der Welt; wir stellen fest, dass die Adresse (jetlite sitzt im ZAL) immer mehr als Türöffner dienen kann. Darüber hinaus leistet Hamburg Aviation einen wichtigen Beitrag für die Vernetzung der Branche; insgesamt sind die Wege in Hamburg recht kurz und das Netzwerk engmaschig. Für uns als junges Unternehmen in der Luftfahrtbranche sind wir hier bestens aufgehoben.


3 Fragen an Dr. Jens Krüger, Leiter Unternehmenskommunikation Lufthansa Technik

Was hat der IDL Ihnen gebracht?
Die Bewerbung um einen Preis ist immer ein Wettbewerb – und Wettbewerb verleiht Flügel. Wir sehen, was wir können. Wir sehen, was andere möglicherweise besser können, und wir bekommen neue Anregungen. Das macht uns alle besser! Und wenn man einen Preis gewinnt, hat man auch die Bestätigung, etwas richtig gut gemacht zu haben. Das spornt an.

Inwieweit ist die ILA Innovationsspiegel der Branche?
Die Luftfahrt hat von Beginn an ganze starke Wurzeln in Deutschland – und noch heute gehen wichtige Impulse für die gesamte Branche von Deutschland aus. Es steht außer Frage, dass man die wichtigsten Innovationen und Ideen auf der ILA sehen will!

Ist Hamburg für die Luftfahrt in Deutschland der Innovationshub?
Luftfahrt ohne Hamburg ist nicht denkbar, wichtige Unternehmen und Institutionen haben in Hamburg einen Sitz – ich denke da an Airbus, Diehl und natürlich Lufthansa Technik. Aber klar ist auch: Auch anderswo wird gedacht, geforscht und entwickelt. Die überragende Rolle Hamburgs für die Branche ist keine Selbstverständlichkeit – die muss jeden Tag auf Neue verteidigt und ausgebaut werden.


3 Fragen an Ranil Beyer, CEO Cooper Copter GmbH

Was hat der IDL Ihnen gebracht?
Das ist gut und schwer gleichzeitig zu beantworten. Gut, weil wir durch die Nominierung beim IDL direkt einen neuen Schwung an Aufmerksamkeit für unseren Antrieb Drone Thruster CMO T4 bekommen haben, wir stark selber von der Motivation im Team profitieren und es natürlich bei Investoren auch das große Potenzial unseres CMO T4 Drone Trusters unterstreicht. Schwer, weil wir noch gar nicht absehen können, was sich noch alles aus dem IDL für uns ergeben wird.

Inwieweit ist die ILA Innovationsspiegel der Branche?
Die Frage richtet sich sicher auf die manntragende Luftfahrt und dort ist die ILA, sowohl national als auch international, unbestritten ein Innovationsspiegel der Branche. Aus der zivilen unbemannten Luftfahrt kommend hat sich für mich und meine Kollegen das innovative Urbeben unserer noch jungen Branche aber weit außerhalb des Blickfeldes der ILA und der bemannten Luftfahrt generell ereignet. Das ändert sich gerade schnell und ich denke, es wird nicht lange dauern und auch in unserer Branche wird die ILA bald meinungsbildend sein.

Ist Hamburg für die Luftfahrt in Deutschland der Innovationshub?
Auch hier gibt es sicher immer noch die Unterscheidung zwischen mann- und nicht manntragender Luftfahrt zu treffen, aber in diesem Fall ist Hamburg ganz klar in beidem Spitze.


3 Fragen an Andreas Dunsch, Geschäftsführer FlyNex

Was hat der IDL Ihnen gebracht?
Der IDL hat geholfen unser Profil in der Öffentlichkeit zu schärfen und uns mit einer wichtigen Thematik in einer sich dynamisch verändernden Branche besser zu platzieren. Insgesamt wird dadurch die Wahrnehmung unserer Lösung deutlich verbessert.

Inwieweit ist die ILA Innovationsspiegel der Branche?
Die ILA ist eine Leistungsschau für eine Bandbreite an Themen, die auch über die Branche hinausreicht. Von daher ist Sie natürlich auch ein Spiegel für Innovationen aller Art.

Ist Hamburg für die Luftfahrt in Deutschland der Innovationshub?
Wir sind der Meinung, dass Hamburg für die Luftfahrt in Deutschland der wichtigste Innovationshub ist. Für uns erleichtert der Standort die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Behörden und sorgt gerade in dieser Konstellation für Rahmenbedingungen, welche Innovationen möglich machen.

Zitat aus der Airbus Pressemitteilung zum IDL:

„Wir freuen uns sehr über diese hochrangige Auszeichnung für unsere Forschungsteams. Verfahren wie der Druck von elektrischen Verbindungen sind elementarer Bestandteil von zukunftweisenden Technologien zur Gewichtsersparnis und Optimierung unserer Fertigungsabläufe“, sagte Andreas Fehring, Mitglied der Geschäftsführung von Airbus in Deutschland und Werkleiter Hamburg. „Wir forschen an zahlreichen Projekten zum Thema Industrie 4.0 – und dieses ist nur ein Beispiel, wie neue Verfahren unsere Flugzeuge und deren Herstellung noch effizienter machen und zugleich mehr Flexibilität für unsere Airline-Kunden ermöglichen.“

 

Weiterführende Informationen zu den Projekten:

Jetlite - jetlite® – comfort to lighten jetlag

Mehr als 60% aller Passagiere auf Langstreckenflügen leiden unter negativen Auswirkungen von Jetlag. jetlite® bietet holistische, Algorithmus-basierte Lösungen zur Steigerung des Komforts auf Langstreckenflügen u.a. durch die Reduzierung von Jetlag an. Der Fokus liegt dabei auf (1) chronobiologisch wirksamer Beleuchtung im Flugzeug, an Flughäfen sowie app-basiert personalisiert für den Passagier vor und nach dem Flug. (2) Individuelle Ernährungskonzepte für das Catering an Bord und an Flughäfen sowie (3) auf die innere Uhr jedes einzelnen Fluggastes abgestimmte Vorschläge per App in Bezug auf Schlaf, Beleuchtung und Ernährung runden die Gesamtkonzeption ab.

 

Lufthansa Technik / Diehl Comfort Modules – Galley-Bar-Module

Das Galley-Bar-Module (GBM) eröffnet Fluggesellschaften die Möglichkeit ohne Verlust von Sitzplätzen neue Servicekonzepte umzusetzen. Heutzutage werden die Bordküchen in den Türbereichen hauptsächlich zwei Stunden nach dem Start und eine Stunde vor der Landung von der Besatzung genutzt. Um diese Nutzungszeit zu verlängern bietet das innovative GBM vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Es wird in zwei Trolleyfächer integriert und bei Bedarf wie ein Trolley ausgefahren und verriegelt. Während des Einsteigens kann das GBM als Tresen dienen, um den Passagier zu begrüßen. Nach dem Start, in der Zeit des Essensservice, fungiert es dann als Arbeitsfläche und Pass. Anschließend gibt es die Möglichkeit das GBM als Selbstbedienungsbereich, Bar oder Shop für Duty-Free Angebote zu nutzen.

 

FlyNex – Flynex

Unbemannte Luftfahrtsysteme versprechen ökonomisches Wachstum und enormes wirtschaftliches Potential in einer Vielzahl von Anwendungen. Aufstiege und Projekte sind jedoch schwer zu skalieren, da komplizierte rechtliche Regularien und verschiedene Rahmenbedingungen der Luftfahrt dies erschweren. Zusätzlich sehen sich Unternehmen einer völlig neuen und noch fremden Wertschöpfungskette gegenüber, wenn sie unbemannte Luftfahrtsysteme nutzen wollen. FlyNex befähigt Unternehmen das wirtschaftliche Potential von Drohnen voll nutzen zu können und regelt den Prozess jedes Aufstieges entlang der Wertschöpfungskette. Digitale und interaktive Lösungen für die Aufstiegsplanung, die Durchführung und letztlich der Datenanalyse werde in einer Softwarelösung zusammengefasst.

 

Cooper Copter – Drone Thruster CMO T4

Der DRONE THRUSTER CMO T4 ist ein elektrischer Mantelpropeller, optimiert für den Betrieb an Multirotor-Coptern. Diese Art UAS, wird weitestgehend mit freilaufenden Rotoren betrieben. Offene Rotoren bergen ein großes Risiko für Mensch und Maschine im Falle eines Kontaktes oder Unfall. Ein Mantelpropeller macht Drohnen erheblich sicherer und zudem kompakter. Dem Problem von Mantelpropellern mit höherer Trägheit bei Schubänderungen, wird mit einer konischen, zusätzlichen Luftstromsteuerung und Motorenregelung (CMO-Box) begegnet. Künftig können Drohnen somit auch sicher zwischen Menschen, Strukturen oder in engen Räumen operieren. Die Konstruktionsweise erlaubt zudem eine schwenkbare Anbringung, sodass der DRONE THRUSTER ideal für den Betrieb auf Hybriddrohnen ist. Das Triebwerk funktioniert durch seine Auslegung mit allen Flugkontrollern, somit können reguläre Drohnen auch nachgerüstet
werden.

 

Airbus Operations – Printed Electrics

Printed Electrics begegnet dem Trend der Elektrifizierung des Flugzeugs und den Faktoren
Komplexität, Gewicht und Kosten mit passgenau gedruckter Elektrik. Hierbei wird für eine maximale Minimierung der Customization Aufwände in der elektrischen & elektronischen Installation durch Computer und Roboter unterstützte Auslegung, dem Drucken und der Installation von elektrischen Schaltkreisen und elektronischen Funktionalitäten wie unter anderem WiFi Antennen, RFID Chips, OLED Beleuchtung und Sensorik, gesorgt. Zudem können durch den Customization Prozess Kundenanpassungen in letzter Minuten vorgenommen und eine Losgröße von eins erzielt werden.