Die Sieger des IDL 2018 über den IDL und die Zukunft der Luftfahrt

Am 25.04.2018 fand die Preisverleihung des dritten Innovationspreis der Deutschhen Luftfahrt im Future Lab der ILA Berlin statt. Unsere Preisträger sprechen über Ihre Erfahrung mit dem IDL, der ILA und lassen Sie an Ihrem Blick in die Zukunft der Luftfahrt teilhaben.

In der Kategorie Customer Journey gewinnen edm aerotec und Dreiling Maschinenbau mit Ihrem UL-Hubschrauber CoAX 2D

Wie profitieren Sie vom IDL?
"Zuerst einmal muss man sagen, dass wir in keiner Weise damit gerechnet hätten überhaupt unter die Finalisten zu kommen geschweige denn Gewinner zu sein. Umso mehr freut es uns, dass unser Projekt  auch in der „Großen Luftfahrt“ Zustimmung findet. Wir erhoffen uns unseren Bekanntheitsgrad zu steigern und neue Kunden bzw. neue Kontakte in der Luftfahrt zu knüpfen."

 edm aerotec ist Sieger der Kategorie „Customer Journey“ – wie wird sich das Reisen für Passagiere in der Zukunft ändern?
"Wir wollen das Hubschrauber fliegen für jedermann möglich machen und dadurch reisetechnisch flexibler zu sein."

Die Preisverleihung fand im Future Lab der ILA statt – welche Rolle spielen Startups für die Innovationskraft der Luftfahrtindustrie?
"Eine sehr wichtige Rolle. Sie werden schon lange nicht mehr als lustige App Entwicklungs-bude gesehen, sondern viel mehr als Pioniere in Sachen Innovationskultur. Auch sind sie Hoffnungsträger für Wachstum und eine positive Entwicklung des Arbeitsmarktes. Dem entsprechend hoch ist die Erwartung welche  sie gesetzt werden."

 

Airbus entscheidet die Kategorie Emissionsreduktion mit H2Torque für sich

Wie profitieren Sie vom IDL?
"Airbus freut sich sehr über diese hochrangige Auszeichnung im wichtigen Themenfeld „Emissionsreduktion“. Die Luftfahrindustrie muss wie kaum eine andere Industrie weit in die Zukunft blicken, um Trends rechtzeitig zu antizipieren und Produkte nachhaltig zu entwickeln. Daher forscht und entwickelt das ausgezeichnete Hamburger Entwicklungsteam seit einigen Jahren zusammen mit Universitäten und Lieferanten an einer fortschrittlichen Brennstofftechnologie für die Luftfahrt – und  profitiert dabei von der hervorragenden Infrastruktur des Zentrums für angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) in Hamburg. Der IDL motiviert, diesen Weg konsequent weiter zu beschreiten."

Airbus ist Sieger der Kategorie „Emissionsreduktion“ –  ist klimaneutrales Fliegen möglich?
"Mit Wasserstoff und Brennstoffzellen ist eine umweltfreundliche Technologie bei Airbus verfügbar, die das Fliegen und das Flugzeug von morgen gestalten kann. Airbus arbeitet mit Hochdruck an intelligenten Lösungen zur nachhaltigen Mobilität der Menschen auf unserem Planeten und diese Auszeichnung erfüllt uns daher mit besonderer Freude. Das neue mit Wasserstoff (H2) betriebene Brennstoffzellen-System könnte als erster Schritt die mit Kerosin betriebene Auxiliary Power Unit (APU) im Heck des Flugzeugs ersetzen, Druckluft für den Betrieb der Klimaanlage im Flug liefern und so bis zu 3 Prozent Kerosin einsparen."

Die Preisverleihung fand im Future Lab der ILA statt – welche Rolle spielen Startups für die Innovationskraft der Luftfahrtindustrie?
"Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Innovationsstrategie von Airbus. Dabei dient das Acceleratorprogramm Airbus BizLab, die hauseigene Startup-Fabrik, als Keimzelle für Innovationen: An den drei Standorten Hamburg, Toulouse, und Bangalore setzt der Accelerator auf einen hybriden Ansatz: externe Startups und Airbus Mitarbeiter, sogenannte Intrapreneure, arbeiten nebeneinander, um ihre Ideen schnell zur Marktreife zu führen. Durch ein intensives sechsmonatiges Programm mit individuellem Coaching entstehen nachhaltige Geschäftsmodelle und praktische Anwendungen. Ziel ist es junge Unternehmen im Ecosystem eines weltweit agierenden Großkonzerns einzubetten. Einzigartig ist das Netzwerk, das den Globus umspannt und ein breites Themenspektrum umfasst."

 

Das "Door Surround Center" von Premium Aerotec überzeugt in der Kategorie Industrie 4.0

Wie profitieren Sie vom IDL?
"Diese erneute Auszeichnung kann man nach dem Gewinn im Vorjahr nicht hoch genug einschätzen, denn sie unterstreicht unsere Vielfalt bei Innovationen. Im vergangenen Jahr standen unsere technologischen Fähigkeiten in Entwicklung und Herstellung von 3D-gedruckten Bauteilen im Mittelpunkt, in diesem Jahr eine weltweit einzigartige Montagelinie. Die erneute Würdigung der Jury ehrt uns und ist weiterer Ansporn, unsere Forschungs- und Technologieaktivitäten weiter zu intensivieren."

Sie sind Gewinner der Kategorie „Industrie 4.0“ – wie werden neue Technologien die Luftfahrtindustrie in den nächsten Jahren ändern?
"In unserer Montagelinie vereinen wir zahlreiche Elemente der Industrie 4.0 und zeigen einen Weg in die Zukunft des Industriestandorts Deutschland auf. Digitale Instrumente werden uns in der Zukunft die Arbeit erleichtern – von Assistenzsystemen wie Cobots über Big-Data-Analysen bis hin zur Nachverfolgung durch Track&Trace."

Die Preisverleihung fand im Future Lab der ILA statt – welche Rolle spielen Startups für die Innovationskraft der Luftfahrtindustrie?
"Mit ihrer hochdynamischen Herangehensweise an aktuelle Herausforderungen können Startups eine enorme Inspirationsquelle sein, auch für uns als Unternehmen mit 100 Jahren Erfahrung in der Luftfahrtindustrie. Entscheidend ist die Bereitschaft, voneinander zu lernen und das Beste aus beiden Welten zu vereinen"

 

Rolls-Royce, Schölly Fiberoptic und Fraunhofer IPK siegen in der Sonderkategorie Cross Innovation mit Ihrem Konzept zur Verlängerung der Betriebsdauer von Turbinenschaufeln durch endoskopische Reinigung.

Warum haben Sie sich beim IDL beworben?
„Rolls-Royce hat eine lange Tradition als innovatives Unternehmen. Der IDL hat die Gelegenheit geboten, das aktuell zu demonstrieren.“

 Sie sind Gewinner der Kategorie „Cross Innovation“ – in welchen Bereichen können Luftfahrt- und  Automobilindustrie besonders voneinander lernen?
„Wir können nur für unsere Branche sprechen, die sich im Vergleich zur Automobilindustrie durch deutlich kleinere Stückzahlen, höhere Anforderungen an Qualität und Zuverlässigkeit sowie eine weniger automatisierte Fertigung auszeichnet. Gleichzeitig verwenden wir bereits seit zwanzig Jahren Verfahren zum Engine Health Monitoring.“

Die Preisverleihung fand im Future Lab der ILA statt – welche Rolle spielen Startups für die Innovationskraft der Luftfahrtindustrie?
„Startups können wichtige Impulse geben. Die praktische Realisierung neuer Ideen im Betrieb unterliegt in unserer Branche strengen Anforderungen zur Sicherheit, Verfügbarkeit unf Zertifizierbarkeit, die kleinere, sehr junge Unternehmen nicht immer leisten können.“